Session-Runde I


Session-Runde I

Session 1
Soziale und technische Innovationen in der Industrie 4.0 gestalten

Um das Wertschöpfungspotenzial der Industrie 4.0 voll auszuschöpfen, sind nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen erforderlich. Flexible Arbeitsorganisation, benutzerfreundliche Lösungen für die Mensch-Technik-Interaktion und kreative Planungsprozesse stellen den Menschen als Innovationsträger ins Zentrum. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diesem Umstand in ihren Innovationsstrategien Rechnung zu tragen. Wie können dabei die Ressourcen von Beschäftigten und Management genutzt werden? Es sind betriebliche Handlungskonzepte gefragt, die Gesundheit, Qualifikation und Motivation stärken.

Moderation:
Ariane Hellinger, IG Metall Vorstand, FB Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik, Berlin
Arno Georg, Sozialforschungsstelle (sfs), TU Dortmund

Referenten:

Industrie 4.0 am Hallenboden partizipativ gestalten
Prof. Dr. Sabine Pfeiffer, Universität Hohenheim, Stuttgart

Mitten im Umbau: Strategische Weiterentwicklung des Human Resource-Potenzials und der Weg zum digitalen Unternehmen
Dr. Marc Schlette, ThyssenKrupp AG, Essen

Industrie 4.0 bei Bosch - Chancen und Risiken
Alfred Löckle, Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Kompetenzentwicklung als Motor für soziale Innovationen
Erich Bullmann, TRILUX Group, Arnsberg


Session 2
Sicher und gesund arbeiten in der digitalisierten Welt

Die Durchdringung der Arbeitswelt durch Digitalisierung u. a. in Form von Kommunikation und Information zwischen Menschen, aber auch zwischen Menschen und ihrer Arbeitsumgebung hat zu weitreichenden Veränderungen von Tätigkeiten geführt. Dem Nutzen für Unternehmen und Beschäftigten stehen mögliche neue Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit gegenüber. Expertinnen und Experten der Arbeitswissenschaft sowie des Arbeitsschutzes untersuchen diese neuen Arbeitsbedingungen und entwickeln Vorschläge für eine gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung.

Moderation:
Prof. Dr. Ralph Bruder, Direktor des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt
Dr. Roger Stamm, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), St. Augustin

Referenten:

Adaptive Arbeitsassistenz – Chancen der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt
Dr. Sascha Wischniewski, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund

Mobiles Arbeiten, die neue Freiheit oder Burnout vorprogrammiert
Detlef Persin, naos consulting, Wettenberg

Smart Glasses im industriellen Einsatz
Dr. Hannes Baumann, Ubimax GmbH, Bremen


Session 3
Digital Working und Crowd Working: Neue Arbeits- und Beschäftigungsformen heute und für die Zukunft

Digitalisierung ermöglicht eine einfache und immer stärkere Vernetzung der Menschen. Diese Entwicklung sorgt dafür, dass das Internet sowohl beruflich als auch privat unabdingbar ist. Sehr deutlich wird dies bei den jüngeren Generationen deren Umgang mit Informationstechnologien intensiver und selbstverständlicher ist. Entsprechend anders sind die Arbeits-, Kommunikations- und Interaktionsformen. Leben und Arbeiten sind ohne Digitalisierung nicht vorstellbar und neue Arbeitsformen haben in vielen Bereichen alte ersetzt.

Moderation:
Prof. Dr. Jan M. Leimeister, Universität St. Gallen und Universität Kassel, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik
Dr. Thomas Klebe, Leiter Hugo Sinzheimer Institut für Arbeitsrecht (HSI), Frankfurt

Referenten:

Crowd Working aus der Perspektive der Auftraggeber: Die Testbirds GmbH als Intermediär und
Kunde

Veronika Wasza, Testbirds GmbH, München

Digitalisierung in der Arbeitswelt: Fachkräftevermittlung in Echtzeit
Nicolas Dittberner, Upwork, Mountain View (Kalifornien, USA) 

Crowdwork am Beispiel IBM – Herausforderungen für die Betriebsratsarbeit
Herbert Rehm, IG Metall, Aalen

Podiumsdiskussion


Session 4
Harmonisierung von Arbeit und Privatleben in einer zunehmend digitalisierten Welt

Alltäglich befinden sich Erwerbstätige in einem Spagat zwischen Beruf, Familie und Freizeit. Digitale Omnipräsenz, eine immer mobilere Arbeitswelt und neue Lebensmodelle erhöhen die Brisanz: Ständige Erreichbarkeit wird als eine Folge dieser veränderten Arbeitswelt „ohne Grenzen“ gesehen. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben wird zunehmend erschwert.

Experten aus Praxis und Wissenschaft berichten und diskutieren über Möglichkeiten und Gestaltungspotenziale personaler und organisatorischer Art zur Harmonisierung von Arbeit und Privatleben.

Moderation:     

Prof. Dr. Karlheinz Sonntag, Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Heidelberg 

Impulsbeitrag:

Arbeit und Privatleben harmonisieren - Life Balance und Unternehmenskultur
Prof. Dr. Karlheinz Sonntag, Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität Heidelberg

Referenten:

Den Umbruch in den Unternehmen nutzen: Zentrale Handlungsfelder für eine lebensphasensensible Personalpolitik
Katrin Gül, Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF), München

Life-Balance - Arbeits- und Privatleben erfolgreich vereinbaren bei der Daimler AG
Andreas Bader, Daimler AG, Stuttgart

Ausbalancierte Flexibilität - wie werden Anforderungen und Angebote zu einer echten Win-win-Situation für Betriebe und Beschäftigte?
Christiane Flüter-Hoffmann, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.


Session 5
Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung im Handwerk

Die Digitalisierung durchdringt das Handwerk. Viele Handwerker haben ihre Geschäftsprozesse überdacht und nutzen digitale Geräte, soziale Medien, die Cloud, vernetzen sich und entwickeln sich vom lokalen Anbieter zum Global Player. Das Personal wird vielseitiger und offener für neue Techniken und moderne Kommunikation. Viele Handwerker aber zögern bei der Vorbereitung auf die digitale Herausforderung und nutzen nicht alle Chancen. Erfolgreiche Unternehmer und Vertreter aus Wissenschaft und handwerklichem Kompetenzzentrum beantworten hierzu Fragen.

Moderation:
Dr. Peter Weiss, Zentralverband des deutschen Handwerks, Berlin
Ewald Heinen, Institut für Technik der Betriebsführung (ITB), Karlsruhe

Referenten:

Traditionell verankert - Digital unterwegs: myVALE. Ein Beispiel für Chancen und Risiken durch Digitalisierung im traditionellen Handwerk
Rolf Schott, myVALE, Schott Orthopädie - Schuhtechnik GmbH & Co. KG, Homberg

Das Handwerk als Exportschlager - Ergebnis einer erfolgreichen Digitalisierung am Beispiel der Alfred Kiess GmbH
Wolfgang Rosskopf, Alfred Kiess GmbH, Stuttgart

Zwischen den Welten - Digitales Handwerk als Chance:
Wie wir im Handwerk in Zukunft digital arbeiten und produzieren

Christoph Krause, Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation, Koblenz

Arbeitsprozesse im digitalen Handwerk - Stand und Perspektiven
PD Dr.-Ing. Guiseppe Strina, Institut für Technik der Betriebsführung (ITB), Karlsruhe